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Lamotrigin vs. Levetiracetam in der initialen Monotherapie der Epilepsie: eine offene, prospektive, randomisierte, multizentrische Vergleichsstudie [LaLiMo] INFORMATION: Zentren die >=30 Patienten rekrutieren und eine gute Datenqualität vorhalten können auf Publikationen mit 2 Autoren genannt werden. Zur Therapie der Epilepsie stehen mehrere Medikamente zur Verfügung, die bei den verschiedenen Anfallsformen unterschiedlich gut wirksam sind. Ziel einer medikamentösen Behandlung ist es, Anfälle möglichst zu vermeiden bzw. zu reduzieren, bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. Levetiracetam (kurz: LEV) ist ein Antiepileptikum, das seit 2000 in Deutschland in Kombination mit anderen Antiepileptika für die Behandlung von fokalen (kleinen Anfälle) und von sekundär generalisierten (nachfolgend in große Anfälle übergehende Anfälle) Anfälle zugelassen wurde. Bisher wurde Levetiracetam weltweit bei über 200.000 Patienten eingesetzt. Sowohl zahlreiche Studien als auch die bisherige praktische Erfahrung haben gezeigt, dass Levetiracetam eine sehr wirksame Substanz gegen ein breites Spektrum von Epilepsiesyndromen ist. Levetiracetam leitet sich chemisch von Piracetam ab, einem Medikament welches seit vielen Jahren in Deutschland eingesetzt wird. Der Wirkmechanismus ist weitgehend unbekannt, es wird angenommen, dass Levetiracetam durch die Beeinflussung von Kalziumflüssen die Erregbarkeit von Nervenzellen mindert. Es unterscheidet sich in seinem Wirkmechanismus von den bisher zur Verfügung stehenden Antiepileptika. Studienleiter Prof. Dr. F. Rosenow Interdisziplinäres Epilepsie-Zentrum Marburg Rudolf-Bultmann-Str. 8 D-35033 Marburg
In weiteren klinischen Studien wurde Levetiracetam nach einer Kombinationstherapie (gleichzeitige Gabe mit anderen Wirkstoffen) alleine zur Behandlung der Epilepsie eingesetzt. Auch hier zeigte Levetiracetam langfristig eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Patienten mit chronischen Epilepsien und unzureichend behandelten fokalen Anfällen. Im Rahmen dieser Studie sollen weitere Erkenntnisse bezüglich der Wirksamkeit, der Verträglichkeit und der Dosierung von Levetiracetam in der Monotherapie (Levetiracetam als einziger Wirkstoff) bei Patienten im Alter ab 12 Jahren mit fokalen und auch generalisierten Epilepsien gewonnen werden. Als Vergleichstherapie wird Lamotrigin (kurz: LTG) eingesetzt, ein seit 1992 in Deutschland eingesetztes Antiepileptikum, welches bereits für die Behandlung von fokalen und primär generalisierten Anfällen in Kombinations- und Monotherapie bei Erwachsenen und bei Kindern ab 12 Jahren zugelassen ist und heute vielfach als Mittel der ersten Wahl eingesetzt wird. Es wird angenommen, dass es durch die Beeinflussung von Natriumflüssen die Erregbarkeit von Nervenzellen mindert. Darin ähnelt es vielen älteren Antiepileptika. Studien und Datenmanagement KKS Marburg Monitoring EZM [Epilepsiezentrum Marburg] Sebastian Bauer Florian Hummel Dr. Jörg Teubner Dr. Arne Erdmann Dr. Matthias Noack-Rink Biometrie KKS Marburg Projektphase Phase III |